Zwei Menschen kommen auf der Autobahn 8 ums Leben
 
Gem. Stuttgart, BAB 8, Karlsruhe München, 25.08.2011, 00.45 Uhr

Möhringen (nat) Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn 8 kostete in der Nacht auf Donnerstag zwei bislang noch nicht identifizierten Fahrzeuginsassen das Leben. Der Unfall ereignete sich gegen 00.45 Uhr im Bereich des sogenannten Echterdinger Eis in Fahrtrichtung München. Nach bisherigem Kenntnisstand wurde das Unglück von einem BMW-Lenker verursacht. Trotz eines dort herrschenden Tempolimits von 120 Stundenkilometern war der leistungsstarke BMW dort wohl mit weit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Aus noch ungeklärten Gründen fuhr er dem Anschein nach nahezu ungebremst auf den Mercedes Sprinter eines 37 Jahre alten Belgiers auf. Während der BMW sofort in Flammen aufging, wurde der Sprinter über 100 Meter weit nach vorn geschleudert und kippte schlussendlich zur Seite. Der nachfolgende 50 Jahre alte Lenker eines voll beladenen Heizöl-Lastzugs erkannte den schweren Unfall und brachte seinen Lastwagen sofort zum Stehen. Ein weiterer, noch nicht identifizierter Lastwagenfahrer, der hinter dem Tanklastzug fuhr, reagierte aus ebenfalls noch ungeklärten Gründen erst zu spät und prallte seinerseits mit großer Wucht in das Heck des Tanklasters. Augenblicklich fingen beide Lastzüge Feuer, welches umgehend auch auf die jeweiligen Ladungen, Heizöl einerseits und Traktorreifen andererseits, übergriff. Während sich der 50-Jährige aus dem vorderen Truck sofort in Sicherheit bringen konnte, hatte sein Berufskollege keine Chance. Er wurde im Führerhaus eingeklemmt. Sowohl die beiden Lastkraftwagen, als auch der BMW brannten in der Folge komplett aus. Unzählige Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Stuttgart, Echterdingen und Leinfelden waren vor Ort und hatten gegen das bis zu 40 Meter hoch auflodernde Flammenmeer, ausgehend von den Lastkraftwagen, aber zunächst nicht viel auszurichten. Nach stundenlangen Löscharbeiten konnte der Brand erst gegen 6 Uhr endgültig besiegt werden. Sowohl der BMW-Fahrer als auch der hintere Lastwagenfahrer verloren bei diesem Verkehrsunfall ihr Leben. Lediglich leichte Verletzungen zogen sich die beiden anderen Beteiligten zu. Der Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen bei weit über einer halben Million Euro liegen. Die Aufräumarbeiten vor Ort dauern derzeit noch an. Unmittelbar nach den beiden Kollisionen musste die Autobahn 8 in beide Fahrtrichtungen bis gegen 5.30 Uhr voll gesperrt werden. Der Verkehr in Richtung Karlsruhe konnte dabei über die Parallelfahrbahn zwischen den Anschlussstellen Degerloch und Möhringen gelotst werden; zu Verkehrsbehinderungen kam es dadurch nicht. Dies stellte sich auf der Gegenspur jedoch gänzlich anders dar. Hier war nicht nur die Durchgangsfahrbahn betroffen, sondern auch die unmittelbar neben der Hauptfahrbahn verlaufende zweispurige Überleitung zur Bundesstraße 27. Da brennender Diesel über die Fahrbahn geflossen war, musste die Überleitung bis gegen 9.30 Uhr voll gesperrt werden. Bereits eine Stunde früher hatte die Autobahnpolizei den linken Fahrstreifen der Hauptdurchgangsfahrbahn freigegeben und den Verkehr an der Unfallstelle vorbei fließen lassen. Nach der Bergung der Fahrzeuge erwartet die Autobahnpolizei Stuttgart jedoch weiterhin massive Verkehrsbehinderungen. Nach jetzigem Kenntnisstand muss die Sperrung der beiden rechten Fahrstreifen der A 8 in Richtung München bis am Freitagmorgen aufrechterhalten werden. Eine Vollsperrung wird es zudem heute ab 14 Uhr auf der Überleitung, bzw. der Parallelfahrbahn, zur Bundesstraße 27 geben. In beiden Fällen wurde durch die Hitze des Feuers der Asphalt derart in Mitleidenschaft gezogen, dass die Fahrbahnabschnitte mit großem Aufwand erst wieder instand gesetzt werden müssen. Überregionaler Verkehr wird aufgefordert die bis am Freitagmorgen andauernde Engestelle weitläufig zu Umfahren. Auf der A 8 in Richtung München entwickelte sich ein Rückstau von bis 17 Kilometern Länge, der sich auch auf die Autobahnen 81 und 831 übertrug. Der Verkehr auf Ausweichrouten kam stellenweise komplett zum Erliegen.
 
Quelle : Pressemitteilung der Polizeidirektion Böblingen vom 25. August 2011

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